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Angehende Mediziner für die Arbeit auf dem Land begeistern

Medizinstudierende aus ganz Deutschland absolvieren vierwöchiges Praktikum im Landkreis

Das sogenannte „Exzellent-Projekt“ der Initiative „Die LandArztMacher“ geht in eine neue Runde und damit sind derzeit wieder eine ganze Reihe potenzieller Landärztinnen und Landärzte im Landkreis Freyung-Grafenau zu Gast. Auch in diesem Jahr absolvieren die Medizinstudierenden aus ganz Deutschland ihr vierwöchiges Praktikum, die sogenannte Famulatur, in regionalen Arztpraxen und Kliniken. Neben der praktischen Arbeit nehmen sie an gemeinsamen Ausbildungseinheiten teil und haben die Möglichkeit, den Landkreis bei abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten besser kennenzulernen.

Das Projekt wird seit 2015 zweimal jährlich durchgeführt und ist mittlerweile in den fünf Landkreisen Freyung-Grafenau, Deggendorf, Passau, Cham und Regen etabliert. Der Landkreis Freyung-Grafenau engagiert sich bereits seit mehr als sieben Jahren aktiv über sein Regionalmanagement für dieses Programm, um angehende Mediziner für die Arbeit auf dem Land zu begeistern.

Die Erwartungen der Studierenden sind hoch – schließlich haben sich einige von ihnen schon lange Zeit im Voraus für das mehrfach ausgezeichnete „Exzellent Projekt“ beworben.

Während einige durch die Tagebucheinträge früherer Teilnehmer auf der Homepage der Initiative auf das Projekt aufmerksam geworden sind, erzählen die meisten Studierenden, dass sie durch „Mundpropaganda“ vom Programm erfahren haben. Die direkte Empfehlung ehemaliger Praktikanten, die von ihren positiven Erlebnissen in der Region berichteten, hat sie in den Bayerischen Wald gebracht.

Bei einem gemeinsamen Essen in Freyung bot sich nun die Gelegenheit in geselliger Runde erste Eindrücke auszutauschen und mit Ärzten sowie anderen Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Im Landkreis willkommen geheißen hat die Studierenden in diesem Jahr die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger. In ihrer Begrüßung erklärte sie: „Wir möchten den angehenden Ärztinnen und Ärzten nicht nur die Schönheit und Lebensqualität unserer Region näherbringen. Viel wichtiger ist es, ihnen zu zeigen, mit wie viel Engagement und Freude unsere Mediziner hier ihre Patienten versorgen – und auf welch hohem fachlichen Niveau dies geschieht“.

Das konnten auch die Studierenden bereits nach den ersten Tagen bestätigen. Sie berichteten, dass sie besonders von der Leidenschaft und Zufriedenheit der betreuenden Ärztinnen und Ärzte beeindruckt sind – sowie von der hohen Qualität der medizinischen Versorgung der Region.

Die enge und partnerschaftliche Kooperation aller am Projekt Beteiligten darunter die AOK Bayern und die Regionalmanagements in den Landkreisen, bilden das Fundament für die erfolgreiche Umsetzung. Zusätzlich setzen sich die Verantwortlichen der jeweiligen Gesundheitsregion PLUS sich in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Passau, Deggendorf und Cham ebenso mit großen Engagement für die Betreuung der Studierenden ein.

Ein entscheidender Beitrag zur Realisierung stammt auch vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das die Aktivitäten des Regionalmanagements Freyung-Grafenau – darunter auch das „Exzellent-Projekt“ – unterstützt.

Nicht zuletzt sind es aber die engagierten Ärztinnen und Ärzte in den Hausarztpraxen und Klinikabteilungen, die dieses Projekt zu einem guten Teil tragen, indem sie den Studierenden ihre Begeisterung für die Arbeit in der Region vermitteln. Und die verständnisvollen Patienten, die sich geduldig zeigen und es ermöglichen, dass die angehendenden Mediziner praktische Erfahrungen sammeln – auch wenn die Untersuchung dadurch etwas länger dauert. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass für viele der Teilnehmenden die ärztliche Tätigkeit auf dem Land nach den vier Wochen zu einer echten beruflichen Perspektive wird.

Stellvertretende Landrätin Helga Weinberger (vorne links), Regionalmanager Stefan Schuster (vorne rechts) und Renè Kurtz von der Gesundheitsregion PLUS (hinten Mitte) hießen die Studierenden offiziell im Landkreis willkommen und hoffen darauf, dass sich unter ihnen viele künftige Landärztinnen und Landärzte finden werden.

Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau

Gesundheitsregionplus
René Kurtz Leitung GesundheitsregionPlus