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07.09.2017

„Das ist für die Region sehr erfreulich“

Landrat Gruber im Bayerischen Kabinett: Hilfe nach dem Sturm-Unwetter

Das ist für die Region sehr erfreulichWie beim Besuch von Ministerpräsident Seehofer nach dem Unwetter vom 18./19. August vereinbart, hat Landrat Sebastian Gruber gestern zusammen mit seinem Passauer Kollegen, Franz Meyer, an der Sitzung des Bayerischen Kabinetts teilgenommen (siehe auch Bericht im Bayernteil auf Seite 10). „Uns ist es gelungen, die Staatsregierung davon zu überzeugen, dass sowohl die Betroffenen, als auch die Kommunen staatliche Hilfen benötigen“, so Gruber in einer Pressemitteilung, die das Landratsamt nach der Kabinettsitzung herausgegeben hat.

War beim Besuch vom Ministerpräsident Horst Seehofer noch von Hilfen in Höhe von 70 Millionen Euro die Rede, so werden nun 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Hinzu kommt finanzielle Unterstützung für die Schäden an der kommunalen Infrastruktur“, berichtet Gruber.

Für die Hauptbetroffenen, die Waldbesitzer, werde es ein spezielles Hilfsprogramm geben. Die Waldbauern erhalten neben Zuschüssen auch zinslose Darlehen, da sie bei der Aufarbeitung des Schadholzes in Vorleistung treten müssen. Hinzu kommt logistische und organisatorische Unterstützung durch die Fachbehörden.

Unter anderem ist von Räumungszuschüssen von bis zu 6000 Euro pro Hektar und bis zu 90 Prozent Zuschuss für die Instandsetzung von Waldwegen die Rede. „Außerdem stellt der Freistaat zusätzliche Finanzmittel für die Wiederaufforstung der Schadflächen zur Verfügung“, berichtet der Landrat. Flankiert werde dies durch einen landesweiten Einschlagsstopp für Nadelfrischholz bei den Bayer. Staatsforsten, um den Holzpreis zu stabilisieren.

„Dies ist für die Betroffenen notwendig, aber auch für die Region Freyung-Grafenau sehr erfreulich – immerhin ist die Forstwirtschaft ein wichtiges Standbein der regionalen Wirtschaft“, kommentiert Landrat Sebastian Gruber dieses Ergebnis.

Für sturmgeschädigte Private können in Härtefällen Zuschüsse entsprechend den Härtefonds-Richtlinien gewährt werden. Für Gewerbetreibende und Freiberufler soll es im Rahmen des Bayerischen Mittelstands-Kreditprogrammes Sonderregelungen geben.

Besonders auf den Nägeln brennt den örtlichen Politikern, dass der Abtransport des Schadholzes die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis schwer in Mitleidenschaft ziehen wird und ein hoher fünfstelliger Millionenbetrag für die Wiederherstellung aufgebracht werden muss. „Der Landkreis Freyung-Grafenau erwartet hier Kosten in Höhe von gut 25 Millionen Euro, die betroffenen Gemeinden in Höhe von ca. 46 Millionen Euro“, so Gruber.

Im Vorfeld der Kabinettssitzung hatte sich der Landrat deshalb mit einem Schreiben sowohl an Ministerpräsident Horst Seehofer, als auch an Finanzminister Markus Söder gewandt und darin detailliert die Problematik für die kommunale Infrastruktur und die Finanzen von Landkreis und Gemeinden dargestellt.

„Nun konnte erreicht werden, dass die Wiederherstellung der Infrastruktur vom Freistaat unterstützt wird mit sehr hohen Fördersätzen, die weit über den Basissatz hinausgehen, entsprechend der finanziellen Leistungsfähigkeit der betroffenen Kommune“, informiert Gruber, „dies ist für uns besonders wichtig“. Die Straßen seien wichtige Lebensadern, weder Tourismus, noch gewerbliche Wirtschaft könnten ohne vernünftige Verkehrsinfrastruktur existieren. „Wir haben diese Botschaft nach München übermittelt. Ich bin dankbar, dass die Bayer. Staatsregierung – allen voran Ministerpräsident Horst Seehofer – sich mit der dramatischen Situation in unserer Region so intensiv beschäftigt hat“, sagt Gruber.

Zudem werden die Einsatzkosten, die beim Landkreis und den Gemeinden in Freyung-Grafenau angefallen sind, ebenso vom Freistaat erstattet werden wie die im Landkreis Passau.

„Die Bayerische Staatsregierung, insbesondere Ministerpräsident Horst Seehofer und Staatsminister Helmut Brunner, haben sich bei den Terminen vor Ort, aber auch in der Kabinettssitzung sehr offen für die Bedürfnislagen der Menschen und Kommunen in der Region gezeigt“, resümiert Landrat Sebastian Gruber: „Ich bin sehr froh, dass das Bekenntnis zum ländlichen Raum in Bayern so konsequent gelebt wird.“

07.09.2017 
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